Nach der enttäuschenden Niederlage gegen Intertürk am vergangenen Wochenende konnte man sich in dieser, endlich einmal wieder spielfreien Woche, ganz auf das Training konzentrieren. Eine gute Vorraussetzung eigentlich um das vergangene Spiel abzuhaken und sich voll und ganz auf die Wiedergutmachung gegen Holsatia Kiel zu konzentrieren. Doch es wäre wohl zu schön gewesen.
Schon vor dem Spiel die ersten Hindernisse, da mehrere Spieler krankheits- oder verletztundsbedingt ausfielen. So begann man mit Manndecker Tom als Libero, Axel durfte wieder einmal von Anfang an ran und im Sturm sollte Matze den an verschollenen Younes ersetzen.
Es entwickelte sich ein Spiel der Teutonen, das aufgrund seiner Klasse, Laufbereitschaft und Siegeswillen, dem Wetter an diesem Tag in nichts nachstand. UT begann in den ersten Minuten zwar garnicht so schlecht, man erspielte sich einige Chancen durch zum Teil gelungene Kombinationen über die außen, doch blieben diese ungenutzt. Einige Fernschüsse gingen weit am Tor vorbei, ein Volley von Damian nach Flanke von rechts etwas knapper. Holsatia brachte bis dato nichts zustande und so verließ sich UT scheinbar darauf, dass es schon irgendwie klappen würde. Es wurde immer weniger über die außen gespielt, die Torabschlüsse waren nicht erwähnenswert und hinzukamen immer katastrophalere Ballverluste, die zu Konterchancen führten. Gleich die erste führte zu einem Elfmeter gegen UT, als Roci seinem Gegenspieler von hinten in die Beine lief. Zum Glück für die Teutonen entschied der Schiedsrichter nur auf die Gelbe Karte und der Elfmeter konnte von Hauke im Tor pariert werden. Der nun eigentlich fällige Ruck, der durch die Mannschaft hätte gehen müssen, blieb leider aus und UT brachte spielerisch nicht mehr viel zustande. Vielmehr waren es die Gäste die nach einer halbhohen Freistoßflanke aus halblinker Position in Führung gehen konnten. Hier kann man zugegebenermaßen darüber reden, ob der Ball nicht durchaus an Keeper Kramer adressiert gewesen sein könnte. UT in der Folge meist weiter durch die Mitte und vor dem Tor heute nicht mit dem nötigen Quentchen Glück. So wurde ein vermutlich reguläres Tor von Matze nicht gegeben (Abseits) und Damian verpasste mit einem Kopfball neben das Tor den Ausgleich nur knapp.
So ging es mit dem Rückstand in die Kabine. In Hälfte zwei ein etwas verändertes Bild. UT nun mit etwas mehr Biss und Willen, doch vor dem Tor konnten weiterhin keine entscheidenen Impulse gesetzt werden. Auch aussichtsreiche Chancen wurden vergeben. Mit einem Platzverweis gegen Roci in der ca 75 Minute ging das Spiel nun in die heiße Phase und UT konnte mit 10 Mann besser spielen als zuvor mit 11.
Über links konnte der eingewechselte Kontstantin endlich etwas Schwung in Spiel bringen und so konnten noch einige Torchancen herausgespielt werden. Matze, Damian, Maik konnten Ihre Gelegenheiten aber nicht nutzen. Auch Sahin vermochte es heute oftmals nicht den letzten, entscheidenden Pass richtig zum Mann zu bringen und so war es dann eine Ecke von Konstantin und ein Kopfball, der ein wirklich schönes Ausgleichstor (ca. 85.) von Tom zur Folge hatte.
Allerdings sollte der Platzverweis hinten, wo UT die kontrollierte Defensive aufgelöst hatte, für das totale Chaos sorgen. Man spielte hier nun Mann gegen Mann und die offensive Ausrichtung, auch nach dem Ausgleichstreffer, ermöglichte den Holsaten infolgedessen 4, 5 durchaus hochcharätige Konterchancen, in denen sie eine klare Überzahl hätte ausspielen können. Doch zeigten sich hier die spielerischen Grenzen des Gegners. Weder 5 gegen 2, noch 4 gegen 1 Situationen konnten erfolgreich zu Ende gespielt werden. Zumeist liefen spielten sich die Stürmer gegenseitig im Abseits an. In anderen Situationen wurde der Ball auf 2, in der Mitte völlig allein stehende, Stürmer gespielt, die dann allerdings zweimal am UT Torwart scheiterten und in einer letzte Konterchance sogar die Eckfahne anvisierten. Allerdings konnten auch die Teutonen die sich ergebenden Torchancen nicht mehr nutzen und so bleibt es bei einem 1:1, dass man am liebsten schnell vergessen würde.
Im Endeffekt hat UT heute zwei Punkte gegen den gefühlt schwächsten Gegner dieser Saison verschenkt. Es passte einfach nicht viel zusammen und das Kollektiv versagte heute vor allem in der Offensive. Allerdings muss es auch solche Tage geben dürfen und zumindestens hat UT Moral gezeigt und in Unterzahl noch einen Punkt erkämpft. So steht man jetzt auf dem vierten Tabellenplatz mit einem Punkt Vorsprung vor VfB Kiel, dem eigentlichen Konkurenten um den Aufstieg, wenn man davon ausgehen möchte das Schilksee noch Meister in der Kreisliga werden sollte. Es bedarf einer Leistungssteigerung um mindestens 100% um diesen Platz in den schweren noch ausstehenden Partien, zB gegen Eidertal, Dänischenhagen oder Kronshagen, zu halten.